Tipps

Scheidenpilz ist eine Infektion, die durch mikroskopisch kleine Pilze verursacht wird. Auch wenn Sie keinerlei Symptome aufweisen, kann der Pilz in kleinen Mengen auf der Vaginalschleimhaut , im Magen-Darm-Trakt und im Mund existieren. Im Allgemeinen verursacht der Pilz keine Probleme. Beschwerden treten dann auf, wenn der Fungus sich exzessiv vermehrt und dadurch eine Infektion hervorruft.

Gehen Sie behutsam mit ihrem Intimbereich um
• Waschen Sie Ihren Genitalbereich nicht mehr als einmal am Tag.
• Vermeiden Sie Seife (auch milde Seifen) im Scheideneingang.
• Richten Sie den Duschkopf nicht direkt in Ihre Scheide.
• Trocknen Sie Ihren Intimbereich sanft mit einem Handtuch nach dem Waschen.
• Trocknen Sie Ihre Scheide von Vorn nach Hinten, nachdem Sie auf der Toilette waren.
• Vermeiden Sie synthetische und gefärbte Materialien bei Ihrer Unterwäsche. Schlafen Sie ohne Unterhose. Benutzen Sie Baumwollunterhosen und atmungsaktive Kleidung am Tag.
• Benutzen Sie einen Tampon, wenn Sie Ihre Periode haben. Nutzen Sie Slipeinlagen nur spärlich.
• Auch wenn es schwer fällt: Versuchen Sie nicht zu kratzen. Die Irritation wird schlimmer und der Pilz wächst unter Umständen weiter. Vorschlag! Eiswürfel, eingewickelt in ein Baumwollhandtuch, werden den Juckreiz der Scheide effektiv mildern.

Konsultieren Sie einen Arzt wenn
• Sie unter wiederkehrenden Symptomen leiden und sich nicht sicher sind, ob diese von einer Pilzinfektion verursacht werden oder Sie einfach nur nicht die typischen Symptome kennen.
• Ihre Symptome nach 3 Tagen der Behandlung nicht besser werden.
• Nicht alle Symptome innerhalb von 7 Tagen nach Beginn der Behandlung verschwunden sind.
• Sie Wunden, Risse oder Blasen an Ihrer Scheide feststellen.
• Sie Verfärbungen des Ausflusses oder übel riechenden Ausfluss feststellen.
• Sie Schmerzen im Unterleib oder im Genitalbereich verspüren.
• Sie gleichzeitig Probleme mit Ausfluss und Urin haben.

Rezeptfreie Medikamente zur Behandlung von Scheidenpilz
Rezeptfreie Behandlungen wirken direkt gegen den Pilz, der die Infektion verursacht.

Juckreiz und andere Symptome können innerhalb von wenigen Tagen gelindert werden und verschwinden innerhalb einer Woche. Die Medikamente kommen in Form von Vaginalzäpfchen und Salbe. Sie sollten beides verwenden, wenn Sie sowohl Pilz als auch externe Symptome rund um die Scheidenöffnung und Schamlippen gleichzeitig haben.

Sie können rezeptfreie Medikamente nutzen, wenn Sie schwanger sind. Es gibt keine bekannten Risiken der Nutzung solcher Medikamente während der Schwangerschaft. Die Salbe wird extern mit Ihren Fingern aufgetragen. Vaginalzäpfchen werden ebenfalls mit den Fingern in die Vagina eingeführt. Allerdings sollten Sie die vaginale Wundsalbe während einer Schwangerschaft nicht mit einem Plastikapplikator auftragen.

Eine angemessene Ernährungsweise kann die Probleme von Pilzinfektionen reduzieren
Wenn Sie immer wiederkehrende Schübe von Scheidenpilz erleiden, sollten Sie über eine Veränderung Ihrer Ernährungsweise nachdenken. Einige Lebensmittel werden von Homöopathen und praktizierenden alternativ Ärzten als natürliche Nahrungsquellen der Pilze angesehen. Wenn Sie Ihre Ernährungsweise umstellen möchten, vermeiden Sie Zucker, Hefe und Milchprodukte.

Zucker ist der Raketenantrieb für Candida. Er ist damit vergleichbar, Hefe in einen Brotteig einzuarbeiten. Wenn der Teig aufgeht, wachsen die Pilze und konsumieren den Zucker im Teig. Dieser Vorgang resultiert in der Produktion von Kohlendioxid, welches den Teig gären lässt. Ohne den Zucker wäre der Teig nicht in der Lage aufzugehen. Das menschliche Verdauungssystem funktioniert in ähnlicher Weise. Zucker stimuliert das Wachstum von Candidapilzen auf Kosten der guten Bakterien.

Einigen Lebensmitteln wird nachgesagt, Pilze zu reduzieren. Sie können versuchen folgende Lebensmittel in Ihre Ernährung aufzunehmen:

• Fleisch
• Vollkornprodukte (Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Buchweizen)
• Hülsenfrüchte wie beispielsweise Bohnen, Erbsen, Linsen
• brauner Reis
• Früchte mit Ausnahme von Bananen
• Beeren
• Nüsse
• Olivenöl
• Zwiebeln und Knoblauch
• Kurkuma

Lebensmittel, die nur spärlich benutzt werden sollten
Alle raffinierten Zucker und Milchprodukte begünstigen den Wachstum des Pilzes. Es gibt auch einige Lebensmittel, die in Verdacht stehen, das Wachstum des Candida Albicans zu begünstigen. Versuchen Sie so wenig wie möglich von folgenden Produkten zu konsumieren:

• Zucker
• Weizenmehl
• Joghurt und andere Milchprodukte
• Hefe
• Pilze

Pflanzliche homöopathische Heilmittel
Pflanzliche Heilmittel und pflanzliche Tees, die den Körper von Parasiten befreien, können einen Versuch wert sein. Die Effekte variieren jedoch, daher sollten Sie nicht zu viel erwarten. Sie können Heilmittel nach Ihrem individuellen Bedarf kombinieren. Damit pflanzliche Heilmittel ihre Wirksamkeit entfalten können, müssen diese jedoch regelmäßig, mehrere Male am Tag über einen Zeitraum von bis zu einem Monat, eingenommen werden. Den folgenden pflanzlichen Heilmitteln wird eine Wirkung gegen Pilzinfektionen nachgesagt:

• Tee aus Wermut gilt als fähig, Parasiten zu töten
• Knoblauch gilt als Bakterizid und pilztötend, er ist gut für Ihre Immunabwehr, reinigt das Blut, ist reich an Schwefel und Selen
• Walnussöl gilt als Parasiten tötend
• Olivenöl gilt als Bakterizid, pilztötend, Viruzid und Parasiten tötend
• Papaya gilt als Parasiten tötend
• Nelken gelten als fähig, die parasitären Eier zu töten