Harnwegsinfektion

HWI oder Harnwegsinfektionen sind eine häufige Krankheit. Die Krankheit wird durch Bakterien verursacht, die den Harnweg befallen und eine Infektion verursachen, die kaum merkbare Symptome verursachen kann. Eine Harnwegsinfektion kann aber auch ein starkes Gefühl der allgemeinen Übelkeit, sowie weitere akute Symptome aufzeigen. Frauen sind von ihr häufiger betroffen als Männer. Üblicherweise wird geschätzt, dass über 50 % aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Harnwegsinfektion erkranken.

Einige Menschen werden mindestens einmal im Jahr gegen eine Harnwegsinfektion behandelt, es wird geschätzt, dass mindestens 10% aller erwachsenen Frauen jährlich solch eine Behandlung durchmachen. Die Hälfte aller Menschen, die behandelt werden, nehmen Antibiotika ein. Junge Frauen und Frauen in der Menopause sind häufiger betroffen als andere. Sie haben auch ein größeres Risiko, wiederkehrende Symptome zu erleiden.

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Die Krankheit ist außerdem unter dem Namen HWI, Harninfekt, Zystitis oder Blasenentzündung bekannt. Harnwegsinfektionen können sich in eine weitaus ernsthaftere Krankheit entwickeln, bekannt unter dem Namen Pyelonephritis oder Nierenbeckenentzündung.

Wie bekommt man eine Harnwegsinfektion?
Harnwegsinfektionen können durch viele verschiedene Arten von Bakterien verursacht werden, einige sind dabei die häufigere Ursache als andere. Mit mehr als 85% aller Fälle von HWI verursachen E. Coli die meisten Fälle. Staphylococcus Saprophyticus ist die zweithäufigste Art von Bakterium, es verursacht 10% aller HWIs. Andere Arten von Bakterien, die Harnwegsinfektionen verursachen, sind Pseudomona, Klebsiella und Enterobaktin.

Wenn Sie Pech haben, kann sich die Infektion von der Harnröhre und Blase bis hin zu den Nieren und dem Nierenbecken ausweiten, was zu einer Nierenbeckenentzündung führen kann. Dies ist eine schwerere Form der Harnwegsinfektion, die zu einem starken Krankheitsgefühl und Symptomen wie Fieber und Übelkeit führt.

Symptome
Häufige Symptome:

  • Ein brennendes Gefühl während des Urinierens
  • Die Blase fühlt sich oft voll an
  • Blut im Urin
  • Sie verspüren das Bedürfnis, öfter als gewöhnlich urinieren zu müssen
  • Einige Menschen leiden unter einem Kältegefühl
  • Unterleibsschmerzen

Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie möglicherweise nicht alle Symptome gleichzeitig erfahren und die Symptome in ihren Feinheiten individuell variieren. Eine Regel ist, dass sollten zwei oder mehr der zuvor genannten Symptome gleichzeitig auftreten und Sie keine weiteren anderen Probleme des Intimbereichs haben, davon auszugehen ist, dass es sich hierbei vermutlich um eine Harnwegsinfektion handelt. Sollten die Symptome nur schwach und zu unklar sein für eine Diagnose, so sollten Sie Ihr Ärztezentrum für weitere Untersuchungen kontaktieren. In den meisten Fällen ist ein Urintest ausreichend, um eine korrekte Diagnose vorzunehmen.

Behandlungsmethoden und Medikamente
Die Behandlung von Harnwegsinfektionen erfolgt relativ einfach und in den meisten Fällen heilt der Körper die Harnwegsinfektion von alleine, ohne jegliche äußere Beeinflussung. Die meisten infizierten Menschen haben keine akuten Symptome wie Fieber oder Übelkeit. Schwerere Fälle können in den meisten Fällen erfolgreich mit Antibiotika wie Nitrofurantoin, Pivmecillinam, Trimethoprim, Fluorchinolonen und Cephalosporin behandelt werden. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. In manchen Fällen sprechen Harnwegsinfektionen schlecht auf Behandlungen an oder kehren einige Zeit nach Behandlungsende wieder.

Milde Infektionen können ohne Behandlung heilen und sind im Allgemeinen einfach zu handhaben. Es wird angenommen, dass rund 30 % aller Fälle von Harnwegsinfektionen innerhalb einer Woche von selbst heilen können, ohne jegliche Behandlung. Symptome können normalerweise durch die Einnahme von Schmerztabletten gelindert werden. Sofern es für Sie von Bedeutung ist können gegen milde Harnwegsinfektionen Antibiotika benutzt werden. Diese trieben den Heilungsprozess schneller voran. Normalerweise jedoch ist es eine gute Idee damit vorsichtig umzugehen. Wenn Sie dieselbe Art von Antibiotika zu oft benutzen steigt das Risiko, dass die Bakterien resistent werden, was bedeutet, dass Ihre Medikamente weniger effektiv sind oder letztendlich überhaupt nicht mehr wirken.

Sollten Sie akute Symptome erfahren und ein generelles Gefühl der Schwäche, begleitet von Fieber und Übelkeit, sollten Sie darüber nachdenken, die Infektion mit Antibiotika zu behandeln. Die Resultate sind im Allgemeinen gut und die Antibiotika verkürzen den Krankheitsverlauf. Außerdem werden Antibiotika normalerweise dafür benötigt, akute Symptome zu kontrollieren.

Es gibt verschiedene Auffassungen darüber, wann eine Behandlung erfolgen sollte. Laut einigen Empfehlungen sollte die Behandlung nach ein paar Tagen, nach Auftritt der ersten Symptome, begonnen werden. Eine andere Empfehlung ist , die Behandlung sofort zu beginnen. Wie auch immer Sie darüber denken, es gibt keinerlei Risiken wenn eine Behandlung frühzeitig angefangen wird. Dies bedeutet also, dass es keine Gründe gibt zu abzuwarten, außer Sie wollen ausprobieren, ob Ihr Körper es schafft die Infektion von alleine zu heilen.

Geeignete Medikamente können von medizinischem Personal verschrieben und in Apotheken oder Onlineapotheken erworben werden. Onlineapotheken sind eine gute Alternative zu traditionellen Apotheken, denn abgesehen vom Kauf der Medikamente können Sie hier auch online eine medizinische Untersuchung vornehmen lassen. Hierfür füllen Sie online ein Formular aus. Die von Ihnen angegebenen Informationen werden einem Arzt zugestellt, der das Formular auswertet und eine geeignete Behandlung vorschlagen kann.

Trimethoprim ist eine gute Behandlungsmöglichkeit für Harnwegsinfektionen. Es ist schnell wirksam und unter den richtigen Umständen können Symptome innerhalb von 24 Stunden gemildert werden. Da es effektiv und schnell wirksam ist, wird Trimethoprim oft für Frauen verschrieben, die an immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen leiden. Die Dauer des Krankheitsverlaufs kann zwischen 3 bis 14 Tagen rangieren. Die Tabletten werden zweimal täglich oral eingenommen.